
Licht, das bereits da ist.
Mich hat an der Fotografie nie zuerst die technische Perfektion interessiert. Mich interessiert der Augenblick.
Available Light
Meine besondere Leidenschaft ist die Portraitfotografie mit vorhandenem Licht – ohne aufwendige Blitzanlagen und ohne künstlich aufgebaute Lichtwelten.
Fensterlicht. Tageslicht. Straßenlicht. Ein heller Himmel an einem bewölkten Tag. Oder nur ein schmaler Lichtstreifen, der ein Gesicht aus dem Dunkel hervorhebt.
Available Light bedeutet für mich weniger Kontrolle und mehr Beobachtung. Natürliches Licht verändert sich ständig. Genau das macht seinen Reiz aus.

Fotografie ist nicht nur Motiv. Sie ist auch Atmosphäre.
Manchmal erzählt ein Weg im Wald oder ein Himmel mit Lichtstrahlen genauso viel über eine fotografische Haltung wie ein Portrait.
Licht, Schatten und Stimmung gehören für mich untrennbar zusammen.
Fensterlicht
Ein einfaches Fenster kann eine der schönsten Lichtquellen für Portraits sein. Seitliches Licht modelliert Gesichtszüge und schafft Tiefe.
Beobachten
Ein gutes Portrait entsteht nicht allein durch Technik. Oft entscheidet der Moment, in dem Ausdruck, Haltung und Licht zusammenpassen.
Weniger Technik
Available Light heißt nicht, dass Kunstlicht schlechter ist. Es ist eine bewusste fotografische Haltung: mit dem arbeiten, was vorhanden ist.

Ein gutes Portrait muss nicht perfekt sein.
Es sollte etwas über einen Menschen erzählen. Manchmal entsteht dieses Bild geplant. Manchmal in einem Bruchteil einer Sekunde.
Deshalb gehört für mich zur Portraitfotografie nicht nur die Kamera, sondern vor allem: beobachten.
Genau daraus entsteht die fotografische Sprache der Lichtbildnerei – ruhig, reduziert und nah am Menschen.

